“ Die vierte Macht ” von Dirk C. Fleck


Cover "Die vierte Macht" Roman von Dirk C. Fleck
Die vierte Macht © Hoffmann und Campe

Dirk C. Fleck trifft die wichtigsten Journalisten des Landes und befragt sie zu ihrer Verantwortung in einer Welt, die sich scheinbar gewissenlos selbst zerstört.

 

Wie stark engagieren sich die Medien für einen Wertewandel in der Gesellschaft? Nutzen sie in heutigen Krisenzeiten ihren Einfluss als vierte Macht, um die Zuschauer, Zuhörer und Leser aufzuklären und zu sensibilisieren? Und lassen die Medien eine solche Berichterstattung überhaupt zu - denn ist das Mediengeschäft nicht in erster Linie ein Unterhaltungsgeschäft?

 

Dirk C. Fleck führt sehr substanzielle, informative Gespräche und präsentiert auf 318 Seiten gestandene Journalistengrößen in kurzweiligen Porträts, welche die Medienprotagonisten auch von einer persönlichen Seite zeigen.

 

Oftmals kontrovers diskutiert Dirk Fleck mit diesen journalistischen Schwergewichten die Zukunft des Journalistenberufes. Nicht wenige sehen sich und die Medien heute mit zu hohen Erwartungen konfrontiert und behaupten, dass Medien oftmals nicht als Speerspitze eines gesellschaftlichen Umbruchs fungieren können. Neben Aussagen, die das Ende des unabhängigen und durch sorgsame Recherche aufklärenden Journalismus voraussagen, gibt es jedoch auch optimistische Töne. Allerdings mit klaren Forderungen zu journalistischen Standards wie: sorgfältige Recherche, Nennung von Quellen, falsifizierbare Thesen und ein gewisses sprachliches Niveau.

 

Selbst im Nachwort fordert Katrin Döring-Eckardt, (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages), das „Wettrennen um Dramatik und Geschwindigkeit in der Berichterstattung durch neue, kreative Berichterstattungen zu eher unsichtbaren Themen zu durchbrechen.“ Insgesamt ist dies ein Buch, welches thematisch hervorragend in die heutige Zeit passt und einen faszinierenden Einblick in das Innenleben von Medien gibt.

 

Die Gespräche wurden geführt mit :

Kai Diekmann, Harald Schumann, Volker Panzer, Cordt Schnibben, Hans-Ulrich Jörges, Geseko von Lüpke, Dietmar Schumann, Anne Gesthuysen, Robert Misik, Peter Unfried, Michel Friedman, Jochen Schildt, Matthias Leitner, Giovanni di Lorenzo, Helge Timmerberg, Michael Jürgs, Anne Will, Klaus Liedtke, Lars Haider, Mathias Bröckers, Gert Scobel, Jakob Augstein, Kurt Imhof, Hubertus Meyer-Burckhardt und Frank Schirrmacher.

Quelle: Hoffmann und Campe Verlag


Dirk C. Fleck im Gespräch mit Ken Jebsen ( KenFM ) zur " Die vierte Macht "


Mathias Bröckers zur " Die vierte Macht "

Was leider nur in den seltensten Fällen und in Sachen 9/11 gar nicht geschieht. Darüber und über die Rolle der Medien und die Pflicht des Journalisten bei der Suche nach “Wahrheit” auch in die Jauchegrube hinabzusteigen hat mich Dirk C. Fleck im vergangenen Dezember befragt – für ein Porträt über Journalisten in Zeiten der Krise. Zusammen mit Porträts 25 weiterer Kollegen ist es jetzt bei “Hofmann und Campe” erschienen: “Die vierte Machte – Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten”. Das Buch war heute morgen in der Post, ich nehme es jetzt mit in die Sonne – das Schlußwort von Dirk Flecks Vorwort, eine alte Londoner Redaktionsweisheit, hat mich mit den zu erwartenden lausigen Kollegen vorab zumindest ein bißchen versöhnt: “Journalism is a lousy job, but better than working.”

Quelle: Mathias Bröckers


Weitere Blogartikel zu Die vierte Macht


Die Krise des Informations Journalismus

Die vierte Macht

14.4.2015 - Nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland waren die Medien-Gaukler so ratlos unter der Zirkuskuppel wie heute. Soll man sich darüber freuen oder muss man Sorge tragen? Wohl beides. Freuen darf man sich darüber, dass ein verhängnisvolles Geschäftsmodell sich offensichtlich seinem Ende zuneigt. Wer der Meinung ist, dass das Mediengeschäft in erster Linie ein Geschäft ist und dass ein Verlag nichts anders geführt werden sollte als eine Schraubenfabrik, selbst wenn in ihr an den Stellschrauben unserer Gesellschaft gedreht wird, hat sich die aktuellen Umsatzeinbußen redlich verdient. Die Ökonomisierung unseres Berufes durch viele Verlagsmanager, die sich ausschließlich an der Rendite messen ließen, war der Anfang einer Fehlentwicklung, die den Journalismus zum Konsumgut degradiert hat.

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Weitere Pressestimmen:

  • »Insgesamt ist dies ein Buch, welches thematisch hervorragend in die heutige Zeit passt und einen faszinierenden Einblick in das Innenleben von Medien gibt.«
    Zeitschrift für Innere Führung, 01.04.2012
  • »Beim Nachwort zum Thema Verantwortung von Medien und Politik haben Verlag und Autor ein gutes Näschen bewiesen.«
    Medium – Magazin für Journalisten, 07.01.2013
  • »Ein nachdenklichstimmendes, facettenreiches Buch über die Verantwortung der Medien im Angesicht der massiven globalen Probleme.«
    Daniela Remus, NDR info, 10.09.2012
  • »Inwieweit die Medien ihrer Rolle als „vierter Macht“ gerecht werden oder ob dieser Begriff überhaupt angemessen ist, darüber lässt sich streiten. Für sein Buch über „Die vierte Macht“ hat Dirk C. Fleck führende deutsche Journalisten porträtiert. Anne Will, Jakob Augstein, Frank Schirrmacher, Giovanni di Lorenzo und viele mehr beziehen Position zur Frage, wie die Medien als „vierte Gewalt“ agieren. Oder ist diese Frage in Zeiten des allgegenwärtigen Infotainments vielleicht überholt? Das Verhältnis der porträtierten Männer zu porträtierten Frauen von 23:2 begründet Fleck, heute freier Autor für „Spiegel“, „Stern“ und „Geo“, früher unter anderem Lokalchef der „Hamburger Morgenpost“, damit, dass 13 der angeschriebenen Frauen sich „verweigert“ hätten. Sie hätten sich teilweise mit einem „sehr männlichen“ Argument aus der Affäre gezogen: Terminschwierigkeiten«   Quelle: Hoffmann und Campe Verlag
  • »Welcher Teufel scheint unsere Medien zu reiten, wenn es um die Klärung eines Falles geht, dessen Auswirkungen in den Demokratien der sogenannten freien Welt noch gar nicht abzusehen sind? Der wie kein anderer die Angst in den Gesellschaftskörper implantiert hat. Die Angst vor dem internationalen Terrorismus, der wir sukzessive und beständig unsere Freiheiten opfern, was den Medien, die sich doch gerne als demokratisches Kontrollorgan verstehen, eigentlich übel aufstoßen müsste.” - Was leider nur in den seltensten Fällen und in Sachen 9/11 gar nicht geschieht. Darüber und über die Rolle der Medien und die Pflicht des Journalisten bei der Suche nach “Wahrheit” auch in die Jauchegrube hinabzusteigen hat mich Dirk C. Fleck im vergangenen Dezember befragt – für ein Porträt über Journalisten in Zeiten der Krise. Zusammen mit Porträts 25 weiterer Kollegen ist es jetzt bei “Hofmann und Campe” erschienen. Das Buch war heute morgen in der Post, ich nehme es jetzt mit in die Sonne – das Schlußwort von Dirk Flecks Vorwort, eine alte Londoner Redaktionsweisheit, hat mich mit den zu erwartenden lausigen Kollegen vorab zumindest ein bißchen versöhnt: “Journalism is a lousy job, but better than working.  Matthias Bröckers (Buchautor und taz-Mitbegründer)