Feuer am Fuss

Der neue Roman "Feuer am Fuss" von Dirk C. Fleck


Leseprobe "Feuer am Fuss" Roman von Dirk C. Fleck
Leseprobe Feuer am Fuss | Dirk C. Fleck

Gebrauchsanweisung

 

Sie müssen dieses Vorwort nicht lesen. Natürlich werden Sie es trotzdem tun, man lässt in einem Buch nichts ungelesen zurück. Die überblätterten Seiten machen sich während der Lektüre nämlich wichtig, sie geben einem das Gefühl, als fehle etwas zum Verständnis. Aber egal ob sie diese Zeilen nun jetzt lesen oder später, es ist in jedem Fall bereichernd. Jenen Lesern, die der Versuchung durchgehend widerstehen können, sei jedoch gesagt, dass sie der Verzicht auf die Gebrauchsanleitung keineswegs ins Defizit bringt. „Feuer am Fuss“ ist ein Roman, der ohne Erklärungen auskommt. Es handelt sich um eine literarische Hochrechung, die jeder, der seine Augen einigermaßen offen hält, sofort nachvollziehen kann. In dem Roman geht es um nichts weniger als den Zusammenbruch unserer Zivilisation, die in ihren Grundfesten bereits heute stark erschüttert wird. Im Jahre 2035 aber wächst angesichts der  globalen Katastrophe in manchen Regionen der Erde ein neues Bewusstsein heran, das die Menschen wieder in Verbindung bringt mit der Schöpfung. Das ist die ganze Geschichte dieses Buches. Allerdings treten einige seiner Protagonisten hier nicht zum ersten Mal auf. 

 

Cording, Maeva, Omai, Steve Parker und einige andere, nicht ganz so wichtige Charaktere, sind den Lesern der Romane „Das Tahiti-Projekt“ und „MAEVA!“ (im Taschenbuch „Das Südsee-Virus“) bestens bekannt. In „Feuer am Fuss“ sind sie allerdings 13 Jahre älter als im „Tahiti-Projekt“, dessen Geschichte ebenfalls schnell erzählt ist: Im Jahre 2022 lädt der junge tahitianische Präsident Omai fünfzig internationale Pressevertreter ein, damit sie sich vor Ort ein Bild von der sozio-ökologischen Neuausrichtung der Gesellschaftsinseln machen können, die sich für den radikalen Umbau jahrelang vor der Weltöffentlichkeit abgeschottet hatten. „Wir haben Sie her gebeten,“ beginnt Omai seine Begrüßungsrede, „damit Sie sich davon überzeugen können, dass die menschliche Gemeinschaft funktioniert. Dass sie frei sein kann von Missgunst und Vorteilsnahme, dass die Kluft zwischen Arm und Reich nicht zwingend notwendig ist. Die menschliche Gemeinschaft ist unsere Heimat. Ebenso wie die Natur unsere Heimat ist. Wir Polynesier begegnen uns im gegenseitigen Respekt und verstehen, dass der Natur das gleiche Recht gebührt. Wir haben damit begonnen, unser Leben neu zu organisieren. Wir organisieren es unter dem Einfluss jener großen Seele, die allen alten Kulturen innewohnt. Die Menschheit ist entschieden zu weit gegangen – es ist an der Zeit, wieder Lebensqualität statt Gier und Zerstörung zu produzieren.“ Unter den geladenen Journalisten befindet sich auch Cording, Chefreporter des EMERGENCY-Magazines. Wie jeder seiner Kolleginnen und Kollegen bekommt auch er einen tahitianischen Guide zugewiesen, der ihm die Errungenschaften auf der Insel näher bringen soll. In seinem Fall handelt es sich um Maeva, die Schwester Omais. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die auf eine harte Probe gestellt wird, als ein Whistleblower den Tahitianern verrät, dass der weltweit größte Energiekonzern Global Oil damit begonnen hat, in den tahitianischen Hoheitsgewässern illegal nach Manganknollen zu schürfen, was eine Umweltkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes nach sich ziehen könnte. Cording und Steve Parker, ein junger Computerfreak und Sohn seiner Chefredakteurin, der ihm bei dieser Reise quasi aufs Auge gedrückt wurde, beginnen im Internet den Widerstand gegen den Ölmulti zu organisieren.

 

MAEVA!“ spielt im Jahre 2028. Omais Schwester ist zur Vorsitzenden der URP („United Regions of the Planet“, einer alternativen UNO), gewählt worden. Angesichts der globalen Ökokrise begibt sich die junge Tahitianerin auf eine rettende Mission rund um den Erdball. Ob in Australien, in Burma, China, Deutschland, Südafrika, Bolivien, Kuba oder Kalifornien: Maeva ist überall dort, wo Menschen ihre Zukunft neu gestalten – oder sie vielleicht für immer verspielen. Mit im Team: Cording, Steve Parker und John Knowles, ein Journalist der New York Times, der auch schon auf Tahiti dabei war. Sie dokumentieren Maevas Reise im Internet, wo sie unter dem gleichnamigen Titel zu einem weltweit beachteten Format heranwächst. Maevas Ideen für eine lebenswerte Zukunft berühren Millionen Menschen rund um den Globus. Doch je mehr sich ihre »Politik des Herzens« wie ein positives Virus verbreitet, desto stärker gerät sie ins Visier der Mächtigen. In ihrem Kampf gegen gierige Konzerne, Atomkraft und Gentechnik wandelt sie sich von einer sanften Mahnerin zu einer kämpferischen Jeanne d´Arc der Ökologie. Nach einem Attentat, dem nicht Maeva, sondern einer ihrer Begleiter zum Opfer fällt, beschließen Omai und Cording, sie aus der „Schusslinie“ zu nehmen. Sie inszenieren einen Flugzeugabsturz, dem Maeva angeblich zum Opfer fällt und entführen die „Verstorbene“ auf die Südsee-Insel Rapa Iti, wo sie fortan in einer Art Verbannung lebt. Cording, der seine Geliebte eigentlich schützen wollte, ist unversehens zum Verräter an ihr geworden. Als sich eines Tages eine Frau auf Tahiti zeigt, auf deren vollständig tätowiertem Gesicht die Tattoos in traditioneller „Schreibweise“ die Geschichte seines Verrats erzählen, scheint die Kluft zwischen ihm und seiner Geliebten für immer unüberwindlich.

 

Sieben Jahre später wird Cording, der keinen Frieden mehr mit sich selbst finden konnte, bei einer Razzia in einer stillgelegten Moskauer U-Bahn-Station aufgegriffen. Hier beginnt der Roman „Feuer am Fuss“.

 

Noch einmal: Alle drei Romane erzählen ihre eigene Geschichte, sie funktionieren auch ohne die beiden anderen. Im „Tahiti-Projekt“ wird ein positiver Gesellschaftsentwurf sinnlich erfahrbar gemacht. „MAEVA!“ erzählt vom Erfolg und den Widerständen, die denjenigen entgegen schlagen, die diesen Entwurf abseits des kapitalistischen Systems gesellschaftsfähig machen wollen. „Feuer am Fuss“ zeigt auf, dass wir demnächst über verbrannte Erde laufen werden, wenn wir nicht endlich zur Besinnung kommen. Gleichzeitig nährt der Roman das zarte Pflänzchen Hoffnung, ohne die wir an den Umständen wohl verrückt werden würden...

 

Dirk C. Fleck   in Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

 


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